Aktuelles aus dem Kreisverband Saarlouis Newsletter November 2025 Liebe Genossin, lieber Genosse,
mit diesem Newsletter möchten wir euch alle – ob neu dabei oder schon lange engagiert – gut informieren, besser vernetzen und ein Stück näher zusammenbringen. Ihr findet hier aktuelle Termine, Rückblicke auf unsere Aktivitäten sowie Einblicke in unsere politische Arbeit vor Ort. Unser gemeinsames Ziel bleibt: eine starke, solidarische Linke im Landkreis Saarlouis, die sich für soziale Gerechtigkeit, Frieden und Menschlichkeit einsetzt.
Der Newsletter erscheint in unregelmäßigen Abständen – keine Sorge also, wir werden euch nicht täglich oder wöchentlich mit Mails überfluten. Wichtig ist uns, dass alle gut informiert bleiben und über Aktuelles im Kreisverband Bescheid wissen.
Wir freuen uns über euer Interesse, eure Ideen und euer Mitwirken – gemeinsam sind wir mehr! Euer Kreisvorstand Die Linke. Saarlouis 23. November 2025
Radwegenetz: Viel Gerede, wenig Strecke Im Landkreis Saarlouis gibt es zwar sichtbare Fortschritte beim Radverkehrsausbau – neue Radwege, Konzeptentwicklungen und erste Mobilitätsmaßnahmen –, doch von einem durchgängigen Netz ist man weiterhin weit entfernt. Vielen Kommunen fehlen Ausstattung, Personal und finanzielle Mittel. Das vorhandene Potenzial bleibt ungenutzt. Auch die Netzwerkbildung stockt: Rund 500 Kilometer fehlen saarlandweit, um das Netz der ersten Ordnung – die wichtigsten Radverbindungen – umzusetzen. Kadar Issa vom Stadtverband Saarlouis verweist auf die ernüchternden Zahlen der vergangenen Jahre. Die Stadt Saarlouis hat erst 2022 ihr über 20 Jahre altes Radverkehrskonzept erneuert und rund 15 Kilometer neue städtische Radwege geschaffen. In Überherrn entstand auf der ehemaligen Straßenbahntrasse „Linie 9“ ein fast 14 Kilometer langer Radweg nach Saarlouis. Dennoch existiert bis heute kein vollständig alltagstauglicher, durchgängiger Radweg zwischen Saarlouis und Überherrn. Hinzu kommt: Nur etwa 25 Prozent der Bundes- und Landstraßen im Saarland – und damit auch im Landkreis Saarlouis – verfügen über Radwege. „Von Werbeln schnell zum Rewe in Wadgassen: ein gewaltiger Umweg durch Wald und Dorfmitte, da es entlang der L168 keinen Radweg gibt. Über die L168 wären es nur wenige Minuten“, so Julia Stachel, GV-Vorsitzende Wadgassen. Der Kreisverband Die Linke Saarlouis kritisiert, dass der Radverkehrsausbau im Saarland über Jahre vernachlässigt wurde und das Land bundesweit Schlusslicht bleibt. Die geplanten 100 Kilometer zusätzlicher Radwege bis 2030 seien ein Anfang. Doch auch die neue Arbeitsgemeinschaft „Fahrradfreundlichkeit“, eigentlich ein sinnvolles Instrument, wirft Fragen auf: Zahlreiche kommunale Eingaben – etwa aus Schmelz – fanden im Radverkehrsplan keinen Eingang, wie OV-Vorsitzende Rosi Grewenig betont. „Wer den Radverkehr wirklich stärken will, darf sich nicht in Absichtserklärungen verlieren“, so die Co-Vorsitzenden Vicente und Neumann. „Das Land muss endlich liefern – mit klaren Prioritäten, ausreichend Personal, vollständiger Nutzung der Fördermittel und echtem Einbezug der Kommunen. Nur so entsteht ein Radwegenetz, das den Alltag der Menschen im Saarland tatsächlich verbessert.“
20. November 2025
Volkstrauertag – ein Tag der Mahnung für den Frieden Der Kreisverband Die Linke. Saarlouis gedenkt am Volkstrauertag 2025 der Opfer von Krieg, Gewalt und Terror. Dieser Tag mahnt daran, wie wichtig Frieden, Demokratie und internationale Solidarität sind – gerade in einer Zeit, in der Konflikte weltweit zunehmen und gesellschaftliche Spaltungen wachsen.
Wir rufen heute dazu auf, die Erinnerung an das Leid vergangener Generationen wachzuhalten und daraus Verantwortung für die Gegenwart abzuleiten. Frieden ist keine Selbstverständlichkeit. Er entsteht durch Dialog, Menschlichkeit und den Mut, sich Ungerechtigkeit entgegenzustellen.
Der Kreisverband Die Linke. Saarlouis bekennt sich zu einer konsequenten Friedenspolitik, die auf Diplomatie statt Aufrüstung setzt und zivile Konfliktlösungen stärkt. Am Volkstrauertag erinnern wir nicht nur an die Opfer, sondern bekräftigen auch unser Engagement für eine Welt, in der Krieg niemals wieder als Mittel der Politik akzeptiert wird. 16. November 2025
Rückblick auf die Veranstaltung zur Mietkampagne Rückblick auf die Veranstaltung zur Mietkampagne im Landkreis Saarlouis und erste Ergebnisse - Das erste Planungstreffen zur Mietkampagne am 14.11.2025 zeigte, dass das Grundthema „bezahlbarer Wohnraum“ auch im Landkreis Saarlouis ein relevantes Thema ist - was sich auch schon in den Gesprächen beim Aktionsstand vom 11.11.2025 gezeigt hat. Im ersten Teil ging es um die Absprache zwischen Kreisverband und Ortsverbänden. Relativ schnell wurde klar, das Teile der Mietkampagne an die Vor-Ort-Gegebenheiten angepasst werden sollten, ohne wesentliche Punkte wegfallen zu lassen.
▶️ In mehreren Kommunen des Landkreises gibt es steigende Mieten und angespannten Wohnraum – allerdings kein Großstadt-Niveau, bei dem man typischerweise von „Mieten-Notstand“ spricht.
▶️Im Landkreis Saarlouis prägen vor allem kommunale Gesellschaften und Genossenschaften wie die GBS Saarlouis, die Bau- und Siedlungsgesellschaft Dillingen, die KEV Rehlingen-Siersburg sowie landesweit tätige Anbieter wie WOGE Saar, StWB Wohnen und die Baugenossenschaft Saarland den Wohnungsmarkt – nicht Konzerne wie Vonovia. Einen wesentlichen Anteil am Mietwohnungsbestand haben außerdem zahlreiche private Kleinvermieter. Die Mieten privater Kleinvermieter steigen im Landkreis Saarlouis nicht primär aus Profitgier, sondern vor allem aufgrund gestiegener Kosten, höherer Zinsen, zunehmender Sanierungs- und Energieauflagen.
▶️ Das drängendere Problem ist eher knapper Wohnraum für Normalverdiener und steigende Nebenkosten, nicht unbedingt systematische „Abzocke“ durch große Konzerne.
▶️ Der stockende bzw. extrem langsam verlaufende Ausbau im Bereich des Sozialwohnungsbaus sollte dringend mitgedacht werden. Denn wenig Neubau (insbesondere sozialer Wohnungsbau!) führt zu steigenden Angebotsmieten – auch bei privaten Vermietern.
Auf einen ersten Flyertext - allgemein für den Kreis gehalten - konnte sich verständigt werden. Wir danken an dieser Stelle für die zahlreichen Meldungen im Vorfeld des Treffens, die eine tolle Datenbasis ergaben. Im nächsten Schritt geht es nun an die Umsetzung der Flyer, die Bedarfsabfragen in den OV, die Klärung welche Anpassungen notwendig sind und die Klärung der Frage, welche Vor-Ort-Aktionen gewünscht werden.
Bezahlbares Wohnen im Landkreis Saarlouis – jetzt handeln!
Immer mehr Menschen im Landkreis Saarlouis merken es jeden Monat: Die Mieten steigen, bezahlbare Wohnungen werden seltener, und die Nebenkosten belasten Familien und Alleinstehende immer stärker. Besonders in Saarlouis, Dillingen, Schwalbach und Wadgassen ist es inzwischen schwer, eine Wohnung zu finden, die man sich leisten kann. Es kann nicht sein, dass viele Bürgerinnen und Bürger jedes Jahr tiefer ins Portemonnaie greifen müssen, während Wohnraum knapp bleibt. Wir brauchen klare Regeln, faire Mieten und echten Schutz vor überhöhten Nebenkosten. Wohnen darf kein Luxus sein – auch nicht bei uns im Landkreis Saarlouis.
Wir setzen uns ein für: ✔️ Mehr bezahlbaren Wohnraum in allen Kommunen ✔️ Transparente und faire Nebenkosten ✔️ Stärkere Förderung von Genossenschaften und kommunalen Wohnungsbau ✔️ Schutz vor überzogenen Mieterhöhungen ✔️ Ausbau des Sozialen Wohnungsbaus in den Kommunen des Landkreises um den Bereich der Angebotsmieten zu entspannen
Denn jeder Mensch im Landkreis Saarlouis hat das Recht auf ein sicheres und bezahlbares Zuhause. 15. November 2025
Medizinische Versorgung in Saarlouis sichern – Bund muss endlich handeln Der Kreisverband DIE LINKE. Saarlouis zeigt sich äußerst besorgt über die aktuelle Entwicklung am DRK-Krankenhaus in Saarlouis. Die Klinik ist für die Stadt und den gesamten Landkreis ein zentraler Pfeiler der Gesundheitsversorgung und für eine wohnortnahe, hochwertige medizinische Betreuung unverzichtbar – gerade mit Blick auf eine älter werdende Bevölkerung. DIE LINKE. Saarlouis fordert daher entschiedenes und schnelles Handeln auf Bundesebene. „Wenn der Bund weiterhin Mittel aus der Krankenhausversorgung abzieht, gefährdet er die Stabilität unseres gesamten Gesundheitswesens“, erklären die Co-Vorsitzenden Vicente und Neumann. „Es braucht endlich eine verlässliche Finanzierung und gezielte Unterstützung für die Krankenhäuser, die die Grund- und Regelversorgung unserer Region tragen. Nur so lassen sich die hohe Versorgungsqualität und die Arbeitsplätze dauerhaft sichern.“ Auch der Stadtverband DIE LINKE. Saarlouis unterstreicht die Bedeutung des Engagements der Beschäftigten: „Es ist beeindruckend, was die Mitarbeitenden des DRK-Krankenhauses Tag für Tag leisten – mit welch großem Verantwortungsbewusstsein und Kampfgeist sie für den Standort, die Region und vor allem für ihre Patienten einstehen“, betont Kadar Issa. DIE LINKE. Saarlouis stellt klar: Die medizinische Versorgung vor Ort darf nicht zur Verhandlungsmasse werden. Jetzt braucht es klare politische Entscheidungen, um die Gesundheitsversorgung im Landkreis nachhaltig zu stärken und zu sichern. 13. November 2025
Rückblick St. Martin Aktionsstand in Saarlouis Ein kleiner Rückblick auf den Infostand am 11.11.2025, also unseren traditionellen St. Martin Stand in Saarlouis - Traumwetter, gute Themen, einer Saarbrücker Genossin konnten wir weiterhelfen, eine andere Saarbrücker Genossin half mit, viele interessante Gespräche rund um wichtige Themen mit den Passanten.
Das Thema passte zu dem Tag
Das aktuelle Kampagnenthema passt sehr gut zu St. Martin, weil die Martinsgeschichte sinnbildlich für Teilen, Mitmenschlichkeit und soziale Verantwortung steht – genau jene Werte, die auch beim Thema bezahlbarer Wohnraum eine zentrale Rolle spielen. Der heilige Martin teilte seinen Mantel mit einem frierenden Bettler, weil er dessen Not erkannte und spontan handelte, anstatt wegzusehen. Diese Geste ist zum Symbol christlicher Nächstenliebe geworden: Wer mehr hat, soll mit anderen teilen, damit niemand frieren oder leiden muss. Übertragen auf die heutige Zeit bedeutet das: Auch Wohnen ist ein elementares menschliches Bedürfnis, und die Gesellschaft darf nicht zulassen, dass Menschen durch Gier, Spekulation oder Untätigkeit aus ihren Wohnungen gedrängt oder in Armut gedrückt werden. Wenn bezahlbarer Wohnraum verschwindet, während andere auf Leerstand spekulieren oder überhöhte Mieten verlangen, entsteht ein sozialer Gegensatz, der dem Geist des Teilens und Füreinanderdaseins widerspricht. St. Martin erinnert uns daran, dass Teilen nicht nur eine fromme Geschichte, sondern ein Auftrag für das gesellschaftliche Handeln ist. So wie Martin seinen Mantel teilte, muss heute Politik, Verwaltung und Gesellschaft gemeinsam „teilen“ – also Wohnraum schaffen, gerechte Mieten sichern und solidarisch handeln, damit jeder Mensch ein Dach über dem Kopf haben kann.
Text des Flyer: Im Landkreis Saarlouis stoßen immer mehr Menschen auf die harte Realität: Bezahlbarer Wohnraum wird rar, obwohl Einkommen und Renten kaum mit den steigenden Kosten mithalten. Für uns ist klar: Wohnen ist ein Grundrecht – und darf nicht zur Handelsware für Profite werden. In der Stadt Saarlouis liegt die ortsübliche Kaltmiete derzeit bei rund 9,60€ pro Quadratmeter. Im Landkreis insgesamt beträgt der Median etwa 9,92€/m², was bei 70 Quadratmetern einer Miete von rund 718€ entspricht. Trotz vorhandenen Leerstands fehlen wirksame Steuerungsmechanismen, um den Wohnraum zu aktivieren. In Stadtteilen wie Saarlouis-Picard liegt die Miete bei durchschnittlich 9,83€ während Neubauten bereits über 13,68€/m² kosten. Als Mietabzocke betrachten wir es, wenn überdurchschnittliche Mieten für Wohnungen verlangt werden, die sanierungsbedürftig sind oder deren Zustand den Preis nicht rechtfertigt. Ebenso, wenn Modernisierungen genutzt werden, langjährige Mieter zu verdrängen und deutlich höhere Mieten durchzusetzen. Auch spekulativer Leerstand, um später höhere Einnahmen oder Eigentumsumwandlungen zu erzielen, ist für uns nicht akzeptabel. Fehlende Transparenz bei Nebenkostenabrechnungen und ein mangelndes Eingreifen von Politik und Verwaltung verschärfen die Situation zusätzlich. Wir fordern den Ausbau kommunaler Wohn-bauprojekte, damit mehr bezahlbarer Wohnraum entsteht. Nebenkosten müssen transparent gestaltet werden, und Mieter sollen kostenfreie Beratung erhalten. Zudem braucht es eine wirksame Mietpreisbremse, die auch Städte wie Saarlouis erfasst, sowie entschlossenes Handeln gegen Leerstand und Immobilienspekulation. Der soziale Wohnraum muss gestärkt werden, damit Familien, Alleinerziehende, Rentner und Auszubildende im Landkreis eine reale Chance auf bezahlbares Wohnen haben. 11. November 2025
Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxusgut sein Bezahlbarer Wohnraum darf kein Luxusgut sein – Kreisverband fordert mehr Transparenz und soziale Verantwortung bei öffentlichen Wohnungsgesellschaften
Der Kreisverband Die Linke. Saarlouis kritisiert den zunehmenden Mangel an bezahlbarem Wohnraum im Landkreis und mahnt mehr Transparenz sowie soziale Verantwortung bei den landes- und kommunalen Wohnungsgesellschaften an. „Unternehmen wie WOGE Saar oder GBS Saarlouis haben einen öffentlichen Auftrag: Sie sollen bezahlbaren und sozialen Wohnraum schaffen“, erklären die Kreis-Co-Vorsitzenden Vicente und Neumann. „Doch steigende Mieten, langsame Sanierungen und intransparente Vergabepraxis zeigen, dass dieser Auftrag zunehmend aus dem Blick gerät.“ Trotz wachsender Nachfrage und steigender Lebenshaltungskosten bleibt der Neubau im sozialen Wohnungssektor deutlich hinter den Erfordernissen zurück. „Wenn öffentliche Wohnungsunternehmen anfangen, wie private Konzerne zu agieren, läuft etwas grundsätzlich falsch“, so die Vorsitzenden weiter. „Wohnraum ist ein Grundrecht, kein Luxusgut.“
Die Linke. Saarlouis fordert daher: mehr Investitionen in den sozialen Wohnungsbau, klare politische Vorgaben für öffentliche Wohnungsunternehmen und Transparenz bei Vergabe, Modernisierung und Mietgestaltung. „Wer den sozialen Auftrag ernst nimmt, muss dafür sorgen, dass Wohnen im Saarland bezahlbar bleibt – für alle Menschen, nicht nur für wenige“, so Vicente und Neumann abschließend. 08. November 2025
Investoren suchen oder ökologisch planen? Das war gestern! Die Überherrner Verwaltung, SPD und Grüne versuchen lieber, den Schwarzen Peter den Umweltschützern zuzuschieben. Nach dem Rückzug von SVolt neue Planungen anzustoßen, wäre offenbar ein zu großer Gesichtsverlust. Wenn die Klage Erfolg hat, lässt sich die Verantwortung bequem auf jene abwälzen, die mit Rückgrat und breiter Unterstützung aus der Bevölkerung gegen die Ansiedlung eines Batterieherstellers in einem Landschaftsschutzgebiet mit all seinen Risiken aufgestanden sind. Doch die eigentlichen Fragen bleiben: Wird derzeit überhaupt nach Investoren gesucht? Und gelingt es, diesmal verlässliche Partner zu finden – und endlich die Umwelt von Anfang an mitzudenken? Solange man sich hinter der Klage verstecken kann, scheint das alles praktisch irrelevant. „Die Situation in Überherrn ist seit Jahren ein Trauerspiel. Erst wird ein Landschaftsschutzgebiet als angeblich einzig mögliche Fläche für einen Batteriehersteller geopfert, dann scheitert das Projekt an beiden Standorten – und jetzt herrscht Stillstand. Offenbar hofft man, den beherzten Umweltschützern die Schuld zuzuschieben. Das ist extrem peinlich.“ so die Kreis-Co-Vorsitzenden Vicente und Neumann. „Aber mit der Linksfraktion um Dieter Jung und dem Ortsverband um Silvia Birtel wird genau hingeschaut – damit der Schwarze Peter bleibt, wo er hingehört: bei SPD, Grünen und der Verwaltung.“ 08. November 2025
Soziale Gerechtigkeit bei der energetischen Sanierung sichern Der Kreisverband DIE LINKE. Saarlouis fordert angesichts der aktuellen Analyse der Arbeitskammer des Saarlandes entschlossene Maßnahmen, um Haushalte im Saarland beim Umstieg auf klimafreundliche Heizsysteme sozial gerecht zu entlasten. Vier von zehn Haushalten im Saarland können sich laut Studie den Wechsel auf klimafreundliche Heizungen nicht aus eigener Kraft leisten – deutlich mehr als im bundesweiten Durchschnitt. Besonders betroffen sind Eigentümerinnen und Eigentümer mit niedrigen Einkommen und unsanierten Gebäuden. DIE LINKE. Saarlouis fordert daher:
- Eine konsequent einkommensabhängige Staffelung der staatlichen Förderprogramme – Haushalte mit geringem Einkommen müssen deutlich stärker unterstützt werden, während sehr wohlhabende Eigentümer keine Fördermittel mehr erhalten.
- Einen staatlich abgesicherten Zugang zu zinsgünstigen Krediten für einkommensschwache Haushalte, damit auch sie energetische Sanierungen stemmen können.
- Kostenlose und flächendeckende Energieberatungen in allen Landkreisen, um Bürgerinnen und Bürger über sinnvolle Sanierungsmaßnahmen, Fördermöglichkeiten und Heizalternativen aufzuklären.
- Ein spezielles Landesprogramm für strukturschwache Regionen, das die besonderen Bedingungen des Saarlandes – viele alte Gebäude, hohe Eigentümerquote und niedrige Durchschnittseinkommen – berücksichtigt.
„Klimaschutz darf keine Frage des Geldbeutels sein“, betonten die Kreis-Co-Vorsitzenden Vicente und Neumann. „Wer wenig verdient, darf nicht gezwungen sein, zwischen Heizen und Sanieren zu wählen. Eine gerechte Energiewende gelingt nur, wenn soziale und ökologische Verantwortung gemeinsam gedacht werden.“ 04. November 2025
Aktuelles aus dem Landesverband Saar 28. November 2025 Die Linke Saar: Solidarität mit den Beschäftigten und Demonstrierenden des Kohlhof-Klinikums – Krankenhauspolitik des Landes klar gescheitertDie stellvertretende Landesvorsitzende Cornelia Kreuter aus Neunkirchen und der Landesvorsitzende der Die Linke Saar Florian Spaniol erklären ihre volle Solidarität mit den Beschäftigten des Kohlhof-Klinikums in Neunkirchen sowie mit den rund 700 Demonstrierenden, die am Mittwoch auf dem Stummplatz ein deutliches Zeichen gesetzt haben.
Florian Spaniol betont: „Diese Demonstration war ein unübersehbares Signal. Die Krankenhauspolitik des Landes ist eindeutig gescheitert. Wer weiterhin an Schließungen und Verlegungen festhält, die vollkommen an der Realität vorbeigehen, verschärft die ohnehin angespannte Versorgungslage im Saarland.“
Weiter erklärt Cornelia Kreuter: „Die Geburtenhilfe ist ein elementarer Bestandteil einer funktionierenden Gesundheitsversorgung. Es ist völlig inakzeptabel, dass ausgerechnet die zweitgrößte Stadt des Saarlandes ohne eigene Geburtshilfe dastehen soll. Eine wohnortnahe Versorgung darf nicht der Sparpolitik zum Opfer fallen.“
Deutliche Kritik richtet der Landesvorsitzende Florian Spaniol auch an die Landesregierung und Gesundheitsminister Magnus Jung. Spaniol sagt hierzu: „Die Schließungs- und Zentralisierungspolitik der SPD ist krachend gescheitert. Es gibt keinerlei Akzeptanz in der Bevölkerung für diesen Kurs, und er wird den Bedürfnissen der Menschen in unserem Land nicht gerecht.“
Cornelia Kreuter macht zudem auf die Belastung der Beschäftigten aufmerksam: „Am Ende müssen immer die Beschäftigten die Fehlentscheidungen der Politik ausbaden. Sie halten den Betrieb aufrecht, während ihnen gleichzeitig immer neue Lasten aufgebürdet werden. Das ist verantwortungslos und respektlos gegenüber den Menschen, die unser Gesundheitssystem am Laufen halten.“
Abschließend fordert Die Linke Saar einen deutlichen Kurswechsel. Spaniol erklärt:
„Wir brauchen endlich eine Krankenhauspolitik, die sich an Versorgungssicherheit und Menschlichkeit orientiert. Dazu gehört ein öffentliches Verbundklinikum, das die Standorte im Saarland vernetzt, die Grundversorgung wie auch spezialisierte Leistungen sichert und sich klar am tatsächlichen Bedarf orientiert.“ 21. November 2025 Zum Tag der Kinderrechte: Kinderrechte und Kinderarmut passen nicht zusammen!Kinderschutz heißt nicht nur schöne Worte, es heißt, endlich die Realität zu verändern.
Und im Saarland sieht diese Realität hart aus: Fast 20 % der Kinder und Jugendlichen sind auf staatliche finanzielle Hilfe angewiesen. Damit liegt das Saarland bei der Kinderarmut bundesweit an der Spitze der Flächenländer – deutlich über dem Bundesschnitt von 13,3 %. Besonders betroffen sind Kinder aus alleinerziehenden Familien und aus sozial benachteiligten Wohngebieten.
Kinderarmut ist kein individuelles Schicksal, sondern ein strukturelles Ergebnis von zu wenig Unterstützung, zu niedrigen Einkommen und fehlenden Chancen. Deshalb braucht es dringend eine starke Kindergrundsicherung, die ihren Namen wirklich verdient. Armutsfest, unbürokratisch und verlässlich. Kein Flickwerk, kein Minimalkompromiss. Im Land brauchen wir im Rahmen eines umfassenden Aktionsplanes gegen Armut auch mehr gezielte Maßnahmen gegen Kinderarmut.
Doch all das reicht nicht, wenn Kinder weiterhin keine verfassungsrechtlich gesicherte Stellung haben.
Kinderrechte müssen ins Grundgesetz!
Damit Politik verpflichtet wird, Kinder ernst zu nehmen, beim Kampf gegen Armut, bei Bildung, bei sozialer Teilhabe.
Ein besseres Saarland beginnt dort, wo Kinder ohne Angst vor Mangel leben können.
Und das schaffen wir nur, wenn wir Kinderrechte stärken und Kinderarmut konsequent bekämpfen. Wir werden uns niemals damit abfinden, dass Kinder in Armut aufwachsen! 20. November 2025 Klinikstandorte stärken, statt die Versorgung auszudünnen!Die Linke Saar begrüßt die geplanten Ausbau des Diakonie Klinikums Neunkirchen ausdrücklich. Dennoch kritisiert Florian Spaniol, Landesvorsitzender der Saar-Linken die aktuellen Pläne des Gesundheitsministeriums scharf: „Mit der Schließung der Bereitschaftsdienstpraxis wurde schon die lokale Versorgung geschwächt. Eine Stärkung des Klinikums darf nicht dadurch entwertet werden, dass an anderer Stelle wichtige Angebote wegfallen.“
Spaniol sieht in der Umstrukturierung ein Ausspielen von Klinikstandorten gegeneinander: „Bestimmte Bereiche zu stärken ist richtig, doch es darf nicht dazu führen, dass andere Häuser weiter unter Druck geraten oder ausgedünnt werden. Besonders kritisch sehen wir den möglichen Wegfall der Gynäkologie, Geburtshilfe sowie der Kinder- und Jugendmedizin im Kreis Neunkirchen, nachdem Minister Jung angekündigt hat, diese Bereiche vollständig nach St. Wendel verlagern zu wollen. Für viele Familien, Schwangere und junge Patient:innen wären das längere Wege und geringere Versorgungssicherheit, gerade für jene, die nicht mobil sind oder im ländlichen Raum leben. Der Verweis des Gesundheitsministers auf die „Nähe“ zu Saarbrücken und Homburg und „Doppelstrukturen“ verkennt die Realität vieler Menschen und lässt die Bedürfnisse eines gesamten Landkreises außer Acht. Der Verlust der Geburtshilfe in Merzig hat gezeigt, wie schnell ganze Regionen ohne wohnortnahe Versorgung dastehen. Dass nun im Kreis Neunkirchen ein ähnliches Szenario droht, ist inakzeptabel. Gesundheitsversorgung braucht ein funktionierendes Netz, kein Standort-Ranking. Die Landesregierung muss endlich ein mit allen Beteiligten ausgehandeltes landesweites Konzept vorlegen, das alle Kliniken absichert und die Versorgung in der Fläche stärkt. Einzelne Investitionen reichen nicht aus, solange es an einer klaren und solidarischen Gesamtstrategie fehlt.“
Der Vorschlag der Gewerkschaft ver.di für ein öffentliches Verbundklinikum Saar ist dafür ein zukunftsweisender Ansatz. Ein solcher Verbund würde den Konkurrenzdruck zwischen den Kliniken reduzieren, Synergien schaffen und die medizinische Versorgung im ganzen Land langfristig stabilisieren. Die Linke Saar unterstützt diesen Weg ausdrücklich. Florian Spaniol erklärt dazu: „Wir brauchen ein starkes, solidarisches Kliniknetz im Ganzen. Die Landesregierung muss endlich ein Konzept für alle Kliniken vorlegen. Der ver.di-Vorschlag eines Verbundklinikums zeigt, wie eine zukunftsfähige Lösung aussehen kann.“ |